Anrath liegt nordöstlich der Niers und ist seit dem 1. Januar 1970 ein Stadtteil von Willich. Der Flöthbach verläuft südlich und westlich von Anrath; heutzutage ist er eher ein Regenwasserablauf als ein Bach. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Einwohnerzahl von Anrath nicht verändert (ca. 11.269). Die Gesamtfläche beträgt 7,69 km² und liegt 37m ü. NN.

Der Name ‚Anrath’ entstand aus dem früheren Namen ‚Anrode’ (Rode heißt Rodung). Die Stadt Anrath ist sehr wahrscheinlich eine Gründung aus dem 9. Jahrhundert, die auf einen Herren- oder Fronhof Kölner Erzbischöfe zurückgeht.

Das erste Mal wurde Anrath im Jahr 1010 erwähnt, und zwar als der Erzbischof Heribert Anrath von St. Peter zur eigenständigen Pfarre erhoben wurde. Dieses Ereignis war 2010 ein Anlass für die Jubiläumsfeier ‚1000 Jahre Anrath’. Im Jahr 1025 bestand Anrath noch aus vier Nachbar- oder Bauernschaften; 1211 waren es dann sechs. Im Jahr 1414 hatte Anrath den König – und späteren Kaiser – Sigismund, von dem das Marktrecht verliehen wurde.

Heute sind die Tore, Wälle und Gräben leider nicht mehr ganz vorhanden, doch bei Stadtführungen noch leicht erkennbar. Anrath hat eine sehr wechselvolle Geschichte mit Plünderungen im 16. und 17. Jahrhundert. Von 1796 bis 1815 war der gesamte linke Niederrhein von Franzosen besetzt.

Am 1. Juli 1891 verursachte ein starker Wirbelsturm große Schäden in Anrath sowie in benachbarten Orten. Am 1. März 1945 besetzten US-Truppen ganz Anrath und somit endete die Herrschaft der Nationalsozialisten.

Die Anrather Kirche St. Johannes existiert seit ca. 600 Jahren; besonders hervorzuheben sind das ehemalige Jugendhaus, das Liedbergische Richterhaus, das ehemalige Gasthaus, das Leutnantshaus (in welchem heute die Volksbank untergebracht ist) und das Schultheißenhaus (heute ein Restaurant).

Viele Häuser in Anrath stehen unter Denkmalschutz. An den heutigen Straßen Schottelstraße, Viersenerstraße und Jakob-Krebs-Straße befanden sich Tore, die in der Nacht verriegelt wurden, damit sie das Gesindel von der Stadt verhalten.

Der traditionelle Karnevalszug beginnt jedes Jahr immer um 13:11; am Fronleichnamswochenende findet das erste von zwei Schützenfesten in Clörath-Vennheide statt. Im Frühsommer findet das Brunnenfest statt, an dem es mehrere Stände für Groß und Klein gibt. Am ersten Adventsonntag findet schon seit vielen Jahren der Weihnachtsmarkt statt.

 

(Fabienne und Johanna)

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