Das Haus Stockum ist ein ehemaliger Herrensitz, der zum Kreis Viersen gehörte. Der errichtete Backsteinbau aus dem frühen 17. Jahrhundert befindet sich südlich des Willicher Stadtteils Anrath.

Am 17. März 1993 wurde Haus Stockum auf die Denkmalliste gesetzt. Das Grundstück des heutigen Hauses Stockum und den dazugehörigen Ländereien ist seit dem 10. Jahrhundert Grundbesitz der Abtei Gladbach. Politisch gehört es seit dem Jahr 1349 zum Territorium des Kurfürstentums Köln.

Im Jahr 1408 wurde das Haus Stockum (früher Klüppelshof) zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Klüppelshof oder auch Dollenhof genannt war ursprünglich ein Ritterlehen und war daher von den Steuer-und Abgabepflicht befreit.

Im Jahr 1596 wurde eine Witwe namens Elisabeth von Holthausen mit dem Grundstück belehnt. Bei dem umständlichen Familiennamen ‚von Haselholtz genannt Stockheim’ handelt sich es vermutlich um die Nachkommen eines Aachener Patriziergeschlechts. Die nachfolgenden Inhaber waren die zwei Söhne der Witwe Elisabeth, zunächst Reiner von Haselholtz genannt Stockheim und später dann (Johann) Wilhelm von Haselholtz genannt Stockheim.

Das Haus Stockum wurde im Laufe der Jahrhunderte an verschiedene adlige Familien verliehen. 1619 erbaute das Geschlecht Haselholtz den Backsteinbau mit zwei gegenüber liegenden Türmen. 1925 wurde das Burghaus, unter Bewahrung seiner Umgebung wiederhergestellt.

 

(Fabienne und Johanna)

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